Pflegeleistung ambulant

  • Beratung

    Beratung

    Unsere qualifizierten Pflegefachkräfte erfassen und analysieren in einem kostenlosen Erstgespräch Ihren Hilfebedarf und erstellen ein individuelles Bedarfsangebot. Dieses Gespräch dient dazu, Sie und Ihre Angehörigen über das Leistungsangebot unseres ambulanten Pflegedienstes zu informieren. Darüber hinaus ist es ein erster Austausch über die Erwartungen und Wünsche, die Sie an uns stellen. Wir machen uns zudem ein Bild über Ihren Gesundheitszustand und den daraus resultierenden Hilfebedarf. Da wir uns über Ihre individuelle Wohnsituation informieren möchten, findet das Gespräch bevorzugt in Ihrer Häuslichkeit statt. Wenn Sie sich jedoch in einem Krankenhaus befinden, suchen wir Sie natürlich auch dort gerne auf.

    Unser Ziel ist es, das Sie unser Angebot kennenlernen und wir Ihnen die zentralen Inhalte unseres Pflegekonzeptes vermitteln können. Wir möchten Ihre Ängste abbauen, so dass Sie trotz Ihres Hilfebedarfs ein weitgehend selbständiges Leben führen können. Sie sollen einen realistischen Eindruck gewinnen, welchen Anteil der Pflege Ihre Angehörigen sicherstellen können und welche Leistungen wir erbringen sollen.

    Anschließend erstellen wir Ihnen ein individuelles Bedarfsangebot nach Ihren Bedürfnissen, welches Ihnen die zu erwartenden Kosten aufzeigt. Die Kosten richten sich nach den Leistungskomplexen und den abrechenbaren Punktwert des Pflegedienstes. Die Preise für die Leistungskomplexe sind für eine bestimmte Zeit festgeschrieben und werden stets zwischen dem bpa (Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.) und den Pflege- bzw. Krankenkassen verhandelt. „Die Leistungskomplexe der ambulanten häuslichen Pflege sind Anlage zur Vergütungsvereinbarung für ambulante Dienste gem. § 89 SGB XI.“ Sie regeln die einzelnen Leistungskomplexe mit den jeweiligen Teilleistungen und die abrechenbare Punktzahl, aus der sich in Verbindung mit der Vergütungsvereinbarung die gültigen Preise ergeben. Leistungskomplexe mit Punktwert und Preise siehe weiter unten.

  • Pflegesachleistung/ Sachleistung

    Pflegesachleistung/Sachleistung

    Die Pflegesachleistung ist eine Leistung der Pflegeversicherung. Sie umfasst die häusliche Pflegehilfe durch professionelle Pflegekräfte in Form von Grundpflege und hauswirtschaftlicher Versorgung. Die Behandlungspflege gehört nicht zur Pflegesachleistung. Der Begriff Sachleistung ist im Sinne einer Naturalleistung (Pflege) gemeint. Im Unterschied zur Kostenerstattung, bei der dem Versicherten die Kosten für die von ihm selbst bezahlte Pflege erstattet werden, erhält der Versicherte Pflege durch eine Pflegeeinrichtung, die diese Leistung aufgrund eines Versorgungsvertrags mit der Pflegekasse in deren Auftrag erbringt. Der Umfang der Pflegesachleistung ist dadurch begrenzt, dass die Pflegekassen als Träger der Pflegeversicherung die Leistungen nur bis zu bestimmten monatlichen Höchstbeträgen finanzieren, die sich nach dem Maß der Pflegebedürftigkeit (Pflegestufe) richten.

  • Kombinationsleistungen

    Kombinationsleistungen

    Statt der häuslichen Pflegehilfe durch professionelle Kräfte kann sich ein Pflegebedürftiger auch von ehrenamtlichen Pflegepersonen, insbesondere von Angehörigen pflegen lassen. In diesem Fall bekommt er anstelle der Pflegesachleistung nach § 37 SGB XI ein Pflegegeld ausgezahlt. Es ist nach § 38 SGB XI aber auch möglich, Pflegegeld und Pflegesachleistung zu kombinieren, das heißt, die Pflegesachleistung nur teilweise in Anspruch zu nehmen und für den nicht in Anspruch genommenen Teil entsprechend Pflegegeld zu erhalten. Das Pflegegeld wird um den Prozentsatz vermindert, in dem der Pflegebedürftige Sachleistungen in Anspruch genommen hat. An die Entscheidung, in welchem Verhältnis er Geld- und Sachleistung in Anspruch nehmen will, ist der Pflegebedürftige für die Dauer von sechs Monaten gebunden.
    100% der möglichen Sachleistung – 0% des Höchstbetrages des Pflegegeldes
    90% der möglichen Sachleistung – 10% des Höchstbetrages des Pflegegeldes
    80% der möglichen Sachleistung – 20% des Höchstbetrages des Pflegegeldes

    20% der möglichen Sachleistung – 80% des Höchstbetrages des Pflegegeldes
    10% der möglichen Sachleistung – 90% des Höchstbetrages des Pflegegeldes
    0% der möglichen Sachleistung – 100% des Höchstbetrages des Pflegegeldes

    Praktisches Beispiel:
    Pflegestufe II
    Höchstbetrag der Sachleistung: 1144 Euro (100 %)
    Höchstbetrag des Pflegegeldes: 458 Euro (100%)
    wissenswert:
    Die Pflegeversicherung zahlt 40 Euro im Monat für zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel, wie beispielsweise Einmalhandschuhe oder Mundschutz. Pflegebedürftige, die ambulant versorgt werden, können auch über die Krankenkasse Unterstützung erhalten. Benötigt der Patient Hilfsmittel, zum Beispiel einen Rollator, einen Badewannenlift oder ein Hausnotrufgerät, kann diese der behandelnde Arzt verschreiben. Die Krankenkasse trägt, sofern sie es genehmigt, die Kosten dafür.

  • Pflegestufen

    Pflegestufen

    Leistungen aus der Pflegeversicherung gibt es nur auf Antrag und auch nur ab dem Monat der Antragstellung. Wichtig ist es deshalb, dass Sie rechtzeitig eine Pflegestufe, ab 2017 einen Pflegegrad, beantragen.
    Pflegebedürftige, die zu Hause von ambulanten, zugelassenen Pflegediensten versorgt werden, können Sachleistungen für die häusliche Pflegehilfe, also Grundpflege und hauswirtschaftliche Versorgung, erhalten.

    Die Pflegekassen stellen dafür monatlich folgende Höchstbeträge zur Verfügung:
    Pflegestufe 0:
    • 231 Euro (Hilfebedarf in der Grundpflege und in der Hauswirtschaft unterhalb der Pflegestufe I und zusätzlich eine erhebliche Einschränkung der Alltagskompetenz)

    Pflegestufe I:
    • 468 Euro, bzw. 689 Euro bei erheblicher Einschränkung der Alltagskompetenz (I+)

    Pflegestufe II:
    • 1.144 Euro, bzw. 1.298 Euro bei erheblicher Einschränkung der Alltagskompetenz (II+)

    Pflegestufe III:
    • 1.612 Euro – in besonderen Härtefällen bis zu 1.995 Euro (III+)

    Pflegegrade sind die alten Pflegestufen
    Mit dem zweiten Pflegestärkungsgesetz wird ab 2017 der Begriff Pflegestufe abgeschafft. Die neuen Einheiten der Pflegebedürftigkeit heißen Pflegegrade. Es gibt 5 Pflegegrade. Die Abstufungen werden neu eingeteilt, um auch Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz in das System der Pflege zu integrieren. Die Einzelheiten der Überführung der alten Pflegestufen in die neuen Pflegegrade stehen noch nicht fest. Derzeit werden formale Kriterien entwickelt, die eine Übertragung der Pflegestufen in Pflegegrade ermöglichen sollen. Bei der Feststellung der Pflegebedürftigkeit wird nicht mehr zwischen körperlichen, geistigen und psychischen Beeinträchtigungen differenziert. Ob jemand pflegebedürftig ist, bestimmt sich ausschließlich nach dem Grad der Selbstständigkeit. Das bedeutet beispielsweise: Was kann der Betroffene noch alleine und wo benötigt er Unterstützung? Das kommt allen Pflegebedürftigen entgegen, Demenzkranken genauso wie Menschen mit körperlichen Einschränkungen. Ausgehend von der Selbstständigkeit einer Person wird das Stadium der Einschränkung in fünf Grade eingeteilt, von geringer Beeinträchtigung der Selbstständigkeit (Pflegegrad 1) bis zur schwersten Beeinträchtigung, die mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung einhergeht (Pflegegrad 5).
    Voraussichtlich wird sich die Umwandlung der derzeitigen Pflegestufen in Pflegegrade wie folgt darstellen:
    Pflegestufe 0 wird zu Pflegegrad 1
    Pflegestufe 1 wird zu Pflegegrad 2
    Pflegestufe 1 plus eingeschränkte Alltagskompetenz wird zu Pflegegrad 3
    Pflegestufe 2 wird zu Pflegegrad 3
    Pflegestufe 2 plus eingeschränkte Alltagskompetenz wird zu Pflegegrad 4
    Pflegestufe 3 wird zu Pflegegrad 4
    Pflegestufe 3 plus eingeschränkte Alltagskompetenz wird zu Pflegegrad 5
    Härtefall wird zu Pflegegrad 5
    Aus diesem System ist schon ersichtlich, dass eine eingeschränkte Alltagskompetenz zu einem höheren Pflegegrad führt, als an sich aufgrund der rein körperlichen Beeinträchtigung gegeben wäre.

    Wie hoch sind künftig die Leistungsbeträge in den einzelnen Pflegegraden?

    Pflegegrad 1. 2 3 4 5
    Geldleistung ambulant 125 € 316 € 545 € 728 € 901 €
    Sachleistung ambulant 689 € 1289 € 1612 € 1955 €
  • Pflegeleistungen nach den Berliner Leistungskomplexen

    Pflegeleistungen nach den Berliner Leistungskomplexen

    LK-Nr. und Titel Leistungsinhalte Preis*
    LK 1 Erweiterte kleine Körperpflege Hilfe beim Aufsuchen oder Verlassen des Bettes, An-/ Auskleiden, Teilwaschen, Mund- und Zahnpflege, Kämmen 15,34 €
    LK 2 Kleine Körperpflege An- /Auskleiden, Teilwaschen, Mund- und Zahnpflege, Kämmen 10,23€
    LK3 Erweiterte große Körperpflege

    1. ohne Baden
    2. mit Baden
    1. Hilfe beim Aufsuchen oder Verlassen des Bettes, An- /Auskleiden, Waschen / Duschen, Rasieren, Mund- und Zahnpflege, Kämmen
    2. Hilfe beim Aufsuchen oder Verlassen des Bettes, An- /Auskleiden, Waschen / Baden, Rasieren, Mund- und Zahnpflege, Kämmen
    1.)

    23,04 €

    2.)

    30,68 €

    LK 4 Große Körperpflege An- /Auskleiden, Waschen / Duschen, Rasieren, Mund- und Zahnpflege, Kämmen 20,46 €
    LK5 Lagern / Betten Lagern, Bett machen / richten, Mobilisieren beim Betten, Hilfe beim Aufsuchen oder Verlassen des Bettes, Rollstuhls / Pflegerollstuhls, Umsetzten in Rollstuhl, Mobilisieren 5,11 €
    LK 6 Hilfe bei der Nahrungsaufnahme Hilfe beim Aufsuchen und Verlassen des Essensplatzes, Hilfe/Beaufsichtigung beim Essen und Trinken, Hygiene im Zusammenhang mit der Nahrungsaufnahme 12,81 €
    LK 7

    Darm- und Blasenentleerung

     

    1. Darm- und Blasenentleerung beinhaltet insbesondere: Hilfe/Unterstützung bei der Blasen- und/oder Darmentleerung, einschließlich der Entsorgung der Ausscheidungen
    2. Darm- und Blasenentleerung beinhaltet insb.: An- / Auskleiden, Hilfe/Unterstützung bei der Blasen- und/oder Darmentleerung, z.B. Inkontinenzversorgung, zur Toilette bringen, Entsorgung von Ausscheidungen, Intimpflege
    1.)

    4,07 €

    2.)

    10,23 €

    LK 8 Hilfestellung beim Verlassen oder Wiederauf­suchen der Wohnung An- und Auskleiden im Zusammenhang mit dem Verlassen oder Wiederaufsuchen der Wohnung, Treppensteigen 3,57 €
    LK 9

    Begleitung außer Haus

    Begleitung bei Aktivitäten, bei denen das persönliche Erscheinen erforderlich ist und ein Hausbesuch nicht möglich ist (z.B. Arztbesuch/ Geldinstitut), nicht für Spaziergang/Veranstaltungen 30,68 €
    LK 10

    Heizen der Wohnung

    Beschaffung des Heizmaterials aus einem Vorrat im Haus, Entsorgung der Verbrennungsrückstände, Heizen 5,96 €
    LK 11

    Reinigung der Wohnung

    1. kleine
    2. große
    3. aufwendige
    1. Aufräumen der Wohnung, Trennung/Entsorgung des Abfalls, Spülen, Aufräumen
    2. Reinigung der Wohnung, Trennung/Entsorgung des Abfalls, Reinigung von Bad, Toilette, Küche, Wohn-/ Schlafbereich, Staubsaugen/Nassreinigung, Spülen / Staubwischen
    3. Aufwendige Aufräumarbeiten nach längerer Abwesenheit, Frühjahrsputz-(1x je Einsatz) – KEINE ENTRÜMPELUNG
    1.)

    4,47 €

    2.)

    13,41 €

    3.)

    59,58€

    LK 12

    Wechseln und Waschen der Wäsche/ Kleidung

    Wechseln der Wäsche (auch Bettwäsche), Pflege der Wäsche/Kleidung (z.B. auch Bügeln, Ausbessern), Einräumen der Wäsche 23,83 €
    LK 13

    Einkaufen

    Erstellen des Einkaufs- und Speiseplans, Einkaufen von Lebensmitteln und sonstigen Dingen des persönlichen Bedarfs sowie Einräumen der eingekauften Gegenstände 11,92 €
    LK 14 Zubereiten einer warmen Mahlzeit in der Kochen, Aufwärmen des Tiefkühlmittagstisches, Spülen des bei den Mahlzeiten verwendeten Geschirrs, Reinigen des Arbeitsbereiches 13,41 €
    LK 15

    Zubereitung einer sonstigen Mahlzeit (u.a. Essen auf Rädern)

    Zubereitung warm angelieferter Kost oder einer sonstigen Mahlzeit, Bereitstellen der Getränke, Spülen und Einräumen des bei den Mahlzeiten verwendeten Geschirrs, Reinigen des Arbeitsbereiches 4,47 €
    LK 16

    1. Erstbesuch
    2. Folgebesuch
    1. Anamnese, Information und Beratung, Pflegeplanung, Angebot eines Pflegevertrages
    2. bei gravierender Änderung des Pflegezustandes oder notwendiger Erhebung von Pflegerisiken, die eine Änderung des Pflegevertrages zur Folge haben
    1.)

    34,76 €

    2.)

    14,90 €

    LK 17

    Einsatzpauschale

    1. montags bis freitags zwischen 6.00 und 22.00 Uhr
    2. montags bis freitags von 22.00 bis 6.00 Uhr, an Wochenenden und an gesetzl. Feiertagen
    1.)

    3,23 €

    2.)

    6,45 €

    LK 19 a Versorgung und Betreuung in Wohngemeinschaften ab Pflegegrad 4-5 (beinhaltet die erforderliche Pflege der LKs 1-17, sowie 20) Ganzer Tag 113,30 €
    LK 19 b Versorgung und Betreuung in Wohngemeinschaften ab Pflegegrad 4-5 (beinhaltet die erforderliche Pflege der LKs 1-17, sowie 20) bei Abwesenheit mehr als 6 h 56,65 €

    LK-Nr. und Titel Leistungsinhalte Preis*
    LK 20 Häusliche

    Betreuung

     

    (ersetzt ehemals

    LK 31/LK 33/LK 36/LK 37)

     

    Begleitung – zum Beispiel:

    Besuche von Freunden und Verwandten/Teilnahme an sonstigen Aktivitäten mit anderen Menschen/Spaziergänge/Begleitung bei Friedhofsbesuchen, kulturellen und religiösen Sportveranstaltungen, Konzerten, Theater, Fußballspielen/ Behördengänge

     

     

    Unterstützung – zum Beispiel:

    Spiel/Hobby/Versorgung von Haustieren/emotionalen Problemlagen/ Kontaktpflege zu Personen/Vornehmen von in der Zukunft gerichteten Planungen

     

     

    Beaufsichtigung – zum Beispiel:

    Anwesenheit um Sicherheit vermitteln/Hilfe zur Verhinderung bzw. Reduzierung von Gefährdungen/Orientierungshilfen

     

     

    Hilfen – zum Beispiel:

    erinnern an wesentliche Ereignisse oder Beobachtungen/beim Beteiligen an einem Gespräch/Gestaltung des Tagesablaufs und Anpassung an Veränderungen/Hilfe zur Entwicklung und Aufrechterhaltung einer Tagesstruktur/kognitiv fördernde Maßnahmen/Durchführung bedürfnisgerechter Beschäftigung/ Einhaltung eines bedürfnisgerechten Tag-Nacht-Rhythmus

     

     

    Unterstützung bei Inanspruchnahme von Dienstleistungen – zum Beispiel:

    Haushaltshilfe/Notrufsysteme/Gärtnerdienste/Fahrdiensten/ Putzhilfen/Schiebediensten/Regelung von finanziellen und administrativen Angelegenheiten (z.B. Antragsstellung, Bankgeschäfte, Führen eines Haushaltsbuchs) Organisation von Terminen (Arzt, Therapeuten etc.)

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    4,97 €

    à 6 Minuten


    LK-Nr. und Titel Dieser Leistungskomplex wird nur über das Bezirksamt abgerechnet Preis*
     

    LK 32 Persönliche Assistenz/ Zeitlich umfangreiche Pflege

    1) Persönliche Assistenz bei schwerer Körperbehinderung und besonderer Pflegebedürftigkeit
    2)Tag- und Nachtwache, ständige Beaufsichtigung und Anwesenheit zur Sicherung nicht planbarer pflegerischer Bedarfe
     

    21,25 €


    Entlastungsbetrag nach § 45b SGB XI
    Preis*
     

    Der Entlastungsbetrag ist zweckgebunden einzusetzen für qualitätsgesicherte Leistungen zur Entlastung pflegender Angehöriger und vergleichbar nahestehender in ihrer Eigenschaft als Pflegende, sowie zur Förderung der Selbständigkeit und Selbstbestimmtheit der Pflegebedürftigen in der Gestaltung ihres Alltags.

     

    Er dient zur Erstattung von Aufwendungen für:

     

    • Leistungen der Kurzzeitpflege (Kost und Logis, sowie Investitionskosten)

     

    • Leistungen der teilstationären Pflege, wie Tagesbetreuung (Tages- oder Nachtpflege)

     

    • Leistungen der ambulanten Pflegedienste, jedoch nicht für die Leistung körperbezogener Pflegemaßnahmen:

     

    • Schulung der privaten Pflegepersonen, z.B. Lagerungstechniken, Entlastungsmöglichkeiten, Anwendung von Hilfsmitteln
    • Hilfe und Beratung bei Antragstellung, z.B. auf einen Pflegegrad, Bezirksämtern, Zuzahlungen und sonstigem Schriftverkehr
    • Organisation weiterer Unterstützungsleistungen, z.B. Essen auf Räder, Hausnotruf, Physiotherapie, Logopädie, Kostenübernahmen bei den Kassen, Rundfunkgebühren
    • Bestellen, Abholen, Einlösen von Rezepten und Bringen von Medikamenten, Verordnungen, Hilfsmitteln, Heilmittelverordnungen
    • Einweisung in die Hilfsmittelnutzung
    • Weiterleitung von Postverkehr, Stellen von Briefmarken, Verwaltung von Taschengeldern
    • wöchentliches Führen eines Haushaltsbuches
    • Mitwirken bei Begutachtungen vom MDK, Sozialamt oder Landesversorgungsamt
    • Unterstützung in der Häuslichkeit vor oder nach Umzügen,
    • Ummeldungen beim Bürgeramt, Krankenkassen
    • Sinnvolle Beschäftigungsangebote wie: Gespräche führen, Vorlesen, gemeinsam singen, basteln, Gedächtnistraining
    • Biographie-Arbeit, Musik hören, Bilder angucken, Videos anschauen
    • Mobilität fördern, z. B. Bewegungsübungen
    • Begleitung z.B. zum Friedhof, Stadtbummel, Friseur, Besuch bei Verwandten und Freunden, Arztbesuchen, Einkäufen
    • Planen des Tagesablaufs/Tagesstrukturierung
    • Tagesstrukturierende Maßnahmen, wie z.B. gemeinsam Kochen, Kaffee trinken, Haushalt, Spiele, Alltagsorganisation
    • Zur Erweiterungen von Pflegezeiten in Form von Gesprächen Bsp. im Rahmen der Pflege- und Behandlungspflege
    • Regelmäßige Kontaktaufnahme, z.B. Befindlichkeitsnachfragen
    • Beaufsichtigung und Betreuung zur Entlastung der pflegenden Angehörigen, z.B. reine Anwesenheit, aber nur Stundenweise (nach Kapazität des Pflegedienstes)
    • Hilfestellung bei zeitlicher und örtlicher Orientierung
    • Anleitung und Hilfe bei der Wiedererlangung und zum Erhalt der häuslichen Selbstständigkeit
    • Pflanzenpflege, Blumen Ein – und Umtopfen, Beschaffung von Erde und Pflanzen, Haustierversorgung wie Fütterung und Reinigung, Tierarztbesuche
    • Kleine „Hausmeistertätigkeiten“, z.B. Mülltonne an die Straße bringen, Glühbirne wechseln, Bilder aufhängen
    • Gartenpflege, z.B. Rasen mähen, Blumen gießen, Winterdienst nur auf Privatgrundstück ohne Haftung und Gewährleistung, z.B. Schnee räumen, Gehwege streuen
     

    125 €

    =

    35€/Std.

    =

    3,57 Stunden pro Monat

     

  • Häusliche Krankenpflege

    Häusliche Krankenpflege

    Häusliche Krankenpflege bedeutet in der Regel, dass ein Patient von einer examinierten Fachkraft zu Hause gepflegt wird. Kostenträger sind hier die Krankenkassen. Um diese Leistungen zu erhalten muss man nicht pflegebedürftig im Sinne der Pflegeversicherung sein. Bitte verwechseln Sie dies also nicht mit Leistungen der Pflegekasse (Grundpflege und häusliche Versorgung nach SGB XI, Pflegebedürftigkeit, Pflegestufen, Pflegegeld o.ä.).

    Häusliche Krankenpflege umfasst alle Maßnahmen der vertragsärztlichen Behandlung die dazu dienen, Krankheiten zu heilen, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder Krankheitsbeschwerden zu lindern

    Leistungsträger sind hier die Krankenkassen und nicht die Pflegekassen. Daher kann sie auch nicht -wie zum Beispiel eine Pflegestufe- durch Sie beantragt werden, sondern erfolgt ausschließlich durch ärztliche Verordnung bei medizinischer Notwendigkeit. Sie bedarf aber immer der Genehmigung durch Ihre Krankenkasse!

    Voraussetzungen der Verordnung einer ambulanten Krankenpflege

    • Die ärztliche Verordnung erfolgt wegen medizinischer Notwendigkeit.
    • Die häusliche Pflege wird im Haushalt des Versicherten oder seiner Familie erbracht.
    • Es besteht nur dann ein Anspruch, wenn der Versicherte oder eine im Haushalt lebende Person die erforderlichen Leistungen nicht selbst erbringen kann.
    • Für die Zeit einer voll- oder teilstationären Behandlung besteht keine Verordnungsmöglichkeit.

    Die Verordnung durch den Arzt kann nur entsprechend den Richtlinien der Krankenkassen erfolgen

    • Die Verordnung ist möglich, wenn der Versicherte wegen einer Krankheit eine ärztliche Behandlung benötigt und die häusliche Krankenpflege Bestandteil des ärztlichen Behandlungsplanes ist, mit dem Ziel:
    • einer Krankenhausvermeidungspflege = Patient verbleibt oder kehrt frühzeitig nach Hause zurück, eine Krankenhausbehandlung ist nicht durchführbar, wird dadurch vermieden, verkürzt oder aus nachvollziehbaren Gründen vom Patient verweigert oder
    • einer Sicherungspflege = Behandlung wird dadurch erst möglich, bzw. deren Ergebnis wird gesichert. Achtung!: Eine Verordnung von Grundpflege oder hauswirtschaftlicher Versorgung ist hier nicht eigenständig, sondern nur im Zusammenhang mit der Behandlungspflege möglich. Voraussetzung hierfür ist die entsprechende Satzung der Krankenkasse und das der Patient keine Leistungen der Pflegekasse bezieht.

    Dauer der Verordnungsfähigkeit

    • Erstverordnung für 14 Tage.
    • Folgeverordnungen entsprechend dem Zustand des Patienten auch für längere Zeiträume (mit Begründung).
    • Krankenhausvermeidungspflege bis zu 4 Wochen. Nach MDK-Prüfung eventuell auch länger.
    • Sicherungspflege abhängig von der Satzung der Krankenkassen.

    Genehmigung

    • Alle Leistungen müssen von der Krankenkasse genehmigt werden.
    • Der MDK kann im Rahmen des Genehmigungsverfahrens von der Krankenkasse mit der Prüfung beauftragt werden.

    Die häusliche Krankenpflege umfasst:

    • Behandlungspflege: (wird ausschließlich von Pflegefachkräften erbracht)
    • Grundpflege: Grundverrichtungen des täglichen Lebens
    • Hauswirtschaftliche Versorgung: Alle allgemein notwendigen, grundlegenden Maßnahmen zur Aufrechterhaltung einer eigenständigen Haushaltsführung

    1.Behandlungspflege:

    • Richten, Bestellen und Verabreichen von Medikamenten
    • Gabe von Nasentropfen/-Salbe
    • Gabe von Ohrentropfen/-Salbe
    • Gabe von Augentropfen/-Salbe
    • Medizinische Einreibungen
    • Tracheostomaversorgung ( Verbandswechsel, Kanülenwechsel, Absaugen)
    • Temperatur,- Blutdruck und Blutzuckerkontrollen
    • Verabreichung von Betäubungsmitteln (Tabletten, Pflaster etc.)
    • Blasenspülung bei vorhandenem Blasenverweilkatheter
    • Medizinische Inhalation
    • Pflege von zentralem Venenkatheter
    • Stomawundbehandlung
    • Wechsel und Pflege von Blasenverweilkatheter
    • Insulin verabreichen
    • Dekubitusbehandlung
    • Versorgung bei künstlicher Ernährung über einen Port (Infusion an- und abschließen, Verbandswechsel)
    • Legen und Überwachen von subkutanen Infusionen
    • Moderne Wundversorgung in Zusammenarbeit mit externen Wundmanagern
    • Postoperative Versorgung (Wundversorgung nach Operationen, Klammer entfernen, Nähte entfernen)
    • Kompressionsverbände anlegen/ Kompressionsstrümpfe an- und ausziehen
    • Absaugen von Sekreten (nasal, tracheal)
    • Subkutane und intramuskuläre Injektionen
    • Drainagenversorgung

    2. Grundpflege:

    • Individuelle, aktivierende Körperpflege
    • Bäder, Duschen, Haarpflege, Hautpflege
    • Rasur, Frisur und Nagelpflege
    • An- und Auskleiden
    • Inkontinenzversorgung u .Hilfe bei Ausscheidungsproblemen
    • Stomaversorgung
    • Spezielle Lagerungstechniken
    • Mobilisation (Erhaltung bzw. Wiederherstellung der Beweglichkeit)
    • Individuelle Hilfe bei Verabreichung von Mahlzeiten und Getränken
    • Fachgerechte Lagerung bei Bettlägerigkeit
    • Durchführung von Prophylaxen

    3.Hauswirtschaftliche Versorgung:

    • Hilfe oder Übernahme bei der Zubereitung von Mahlzeiten,
    • Anrichten von Mahlzeiten, aufräumen des Arbeitsplatzes und Spülen des verwendeten Geschirrs
    • Reinigung der Wohnung
    • Wäschepflege oder Ab- und Beziehen des Bettes
    • Organisation von Essen auf Rädern, Notrufanlage
    • Einkaufen (auch mit Begleitung und Auto möglich)
    • Besorgungen von Medikamenten und sonstigen Hilfsmitteln
    • Fensterputzen
    • Grundreinigungen

    Die Preise der einzelnen Leistungen richten sich je nach Krankenkasse und den aktuellen Vergütungsvereinbarungen.

  • Beratung § 37/3

    Beratung § 37/3

    Der Beratungseinsatz nach § 37/ 3 ist für Bezieher von Pflegegeld gesetzlich vorgeschrieben. Er darf ausschließlich von einer zugelassenen Pflegeeinrichtung durchgeführt werden.

    Der Beratungsbesuch soll der Pflegeperson praktische Hilfestellungen sowie pflegefachliche Unterstützung bieten. Ebenso beinhaltet diese Beratung auch Informationen zu Pflegehilfsmitteln und möglichen Wohnraumanpassungen, sowie Informationen zu Leistungen der Pflegekasse.

    Die Häufigkeit dieses Beratungstermins hängt von der Höhe der Pflegestufe ab:

    • Pflegestufe I und II einmal halbjährlich
    • Pflegestufe III einmal vierteljährlich

    Der Beratungseinsatz steht Ihnen auch bei eingeschränkter Alltagskompetenz (Demenz) zu, ist jedoch nicht gesetzlich vorgeschrieben.

    • Pflegestufe 0 : 2x jährlich
    • Pflegestufe I-III zusätzlich 2x jährlich
  • zusätzliche Betreuungsleistungen ( §45)

    zusätzliche Betreuungsleistungen ( §45)

    Mit dem neuen Pflegestärkungsgesetz hat sich auch in den zusätzlichen Betreuungs- und Entlastungsleistungen einiges geändert. Konnten vor 2015 nur Demenzpatienten mit eingeschränkter Alltagskompetenz die zusätzlichen Betreuungsleistungen/Entlastungsleistungen gemäß § 45b SGB XI in Anspruch nehmen, so können jetzt auch unter bestimmten Voraussetzungen andere pflegebedürftige Menschen diese Leistungen beantragen. Die Leistungen werden nicht nach der Einstufung der Pflegestufe bezahlt, sondern nach der Schwere der Einschränkung der persönlichen Alltagskompetenz.

    Der Betrag wird nach Zuerkennung nicht einfach überwiesen, sondern muss zweckgebunden sein. Bezahlt werden können damit unter anderem Leistungen:

    • für Kurzzeitpflege
    • für Kost und Logis sowie Investitionskosten während der Kurzzeitpflege
    • für Verhinderungspflege
    • für teilstationäre Pflege wie Tagesbetreuung (Tagespflege) oder Nachtpflege
    • vom ambulanten Pflegedienst
    • für nach Landesrecht anerkannte niedrigschwellige Angebote
    • für anerkannte Haushalts- und Serviceangebote
    • für Alltagsbegleiter
    • für nach Landesrecht anerkannte ehrenamtliche Helfer

    Was sind niederschwellige Betreuungs- und Entlastungsangebote

    Die Betreuungsangebote können sehr vielfältig sein und sollen auch die Angehörigen entlasten.

    Hier einige Beispiele

    • Beratung und Schulung von pflegenden Angehörigen
    • Stundenweise Betreuung von Demenzkranken
    • Pflegen von sozialen Kontakten
    • Betreuung von Pflegebedürftigen in der eigenen Häuslichkeit
    • Familien entlastende und unterstützende Dienstleistungen wie z. B. Besuch des Friedhofs, eines Zoos oder Konzerts, öffentlichen Veranstaltungen, Ausflügen
    • Entlastung der Familie bei Behördengängen, Arztbesuchen,
    • Unterstützung im Haushalt und bei der hauswirtschaftlichen Versorgung (haushaltsnahe Dienstleistungen)
    • Unterstützung bei der Einkaufsplanung und beim Einkaufen
    • Individuelle Hilfe für Organisation und Bewältigung des Alltags
    • Beschäftigungstherapie mit Ergotherapeuten
    • Entspannungstherapien, Förderung der Motorik
    • Gedächtnistraining, Tanzen, Gymnastik
    • Förderung von Hobbies und Beschäftigungen
    • Musiktherapieanleitung
    • Lesen von Büchern, Zeitungen usw