Mitarbeiterporträt von Sebastian Probst

Sebastian Probst, Pflegeassistent in Weiterbildung zum examinierten Altenpfleger

Bild Probst, Sebastian

Im Jahr 2005 fing ich an, ehrenamtlich in der Altenpflege zu arbeiten, und schon nach kurzer Zeit merkte ich, dass mir der Umgang mit hochbetagten Menschen liegt. Leider waren meine Möglichkeiten, den Menschen zu unterstützen, eingeschränkt. Ich entschloss mich ein Jahr später, eine Ausbildung zum Pflegehelfer zu machen und arbeitete in verschiedenen Bereichen; dazu gehörten der ambulante Bereich sowie der stationäre.

Im April 2009 fing ich dann die Ausbildung zum examinierten Altenpfleger an. Dies brachte mich während dieser Zeit als Praktikant zu Gardé wo ich von Anfang an herzlich aufgenommen wurde. Das Umfeld, die Lage sowie die Kollegen und die Leitung gefielen mir so gut, dass ich mich entschloss, zwei weitere Praktika zu absolvieren. Zum Ende meiner Ausbildung wechselte ich dann zu Gardé, wo mir die Möglichkeit gegeben wurde, mich zu entwickeln, und ich mich auf die Unterstützung der Kollegen und Leitung verlassen kann.

Meine Motivation für diesen Beruf – wenn man Beruf sagen kann, denn eigentlich ist es mehr eine Berufung –ist das Gefühl, jemand geholfen zu haben, ihn zu Unterstützen und begleiten zu können. Ich denke, es gibt nicht viele Berufe, in denen man soviel Dankbarkeit
von Menschen zurückbekommt; deswegen bin ich im ambulanten Bereich in einer Seniorenbzw. Pflege-Wohngemeinschaft tätig bin. Dort hat man die Möglichkeit, den Menschen besser kennen zu lernen und so auf seine Bedürfnisse eingehen zu können. Man lernt seine Vorlieben und Abneigungen kennen und lebt in einem familienähnlichen Verband, was Vertrauen und Sicherheit schafft.

Auch deswegen würde ich diesen Beruf bzw. diese Berufung immer wieder wählen, da mir das Arbeiten mit Menschen sehr wichtig ist und ich mir auch gar nichts anderes mehr vorstellen könnte. Vor Beginn meiner Ausbildung dachte ich nicht, dass ein so hohes Maß an Fachwissen nötig ist, und war mir über die großen Aufgabefelder einer Fachkraft nicht im Klaren. Heute sehe ich, welche Aufgabenfelder die Fachkräfte bedienen müssen. Dazu gehören nicht nur das Richten und Geben von Medikamenten, sondern auch Arztgespräche, Pflegeplanungen und psychosoziale Gespräche fallen in die Aufgabenfelder; und das ist nur
ein kleiner Anteil von dem, was zu bewältigen ist. Auch zeichnet diesen Beruf aus, dass man viele Möglichkeiten hat, sich weiterzubilden und sich neue Aufgabenfelder zu erschließen.

Zum Thema Klischees kann ich nur sagen: Es ist nicht richtig, dass ein Altenpfleger ständig Kaffee trinkt und raucht, aber es ist richtig, dass diesen Beruf zu wenige machen, weil sie oft denken, dass es nur mit Wechseln von Einlagen und Entfernen von Stuhl zu tun hat – das hat es aber nicht! Letztendlich ist es doch das Schönste, den älteren Menschen etwas von dem wiederzugeben, was er für die Gesellschaft geleistet hat..